Die Erdteleskope sind mit ein Bildumkehrsystem ausgestattet, damit man die Bilder nicht verkehrt sieht. Die Umkehrung erfolgt bei Teleskopen guter Qualität durch Prismen oder durch einen Bild transport bei Ausziehteleskopen. Die kleinen Teleskope sind oft billig, haben aber eine schwache Lichtstärke. Die Prismen Teleskope sind meistens qualitativ besser. Sie werden mit achromatischen oder apochromatischen Linsen und mit einer Fluorit Glasmischung hergestellt. Die Qualität des Stativs ist für die gute Bildstabilität sehr wichtig. Es gibt Instrumente zur Beobachtung in gerader Linie oder mit einem Winkel von 45°. In gerader Linie ist das Finden von Gegenstände leichter und die Kopfposition angenehmer.
Achromat: Siehe Objektive. Optiken, welche die Lichtabweichungen von zwei Wellenlängen korrigieren. Sie vermindern dadurch die Farbränder um die beobachteten Gegenstände und verbessern deutlich die Bildqualität.
Apochromatisch : Gleich wie die achromatischen Optiken, korrigieren aber die Lichtabweichungen von drei Wellenlängen. Dies ergibt eine noch bessere Bildqualität.
Auflösungsvermögen: Das Auflösungsvermögen eines optischen Gerätes ist die Fähigkeit, Einzelheiten des betrachteten Gegenstandes (Objektes) Punkt £tir Punkt scharf wiederzugeben.
Ausziehfernrohr: Das Ausziehfernrohr eignet sich auf Grund seiner starken Vergrößerung zur Beobachtung kleiner oder weit entfernter Objekte. Es wird vor allem von Jägern und Ornithologen geschätzt and dient auch für Beobachtungen von der Küste aus. Voraussetzung für ein gutes Bild ist eine sichere, stabile Auflage, z.B. Stativ, Baumschraube oder Klemmschelle.
Austrittspupille: Die Austrittspupille ist jenes helle Scheibchen, das man aus ca. 25 cm Entfernung im Okular sehen kann. Rechnerisch ergibt sich ihr Durchmesser aus der Division Objektivdurchmesser : Vergrößerung, z.B. hat ein Fernglas 7x42 6 mm Austrittspupille (42:7 = 6). Bei Gebrauch eines Fernglases sollten die beiden Austrittspupillen möglichst genau mit den beiden Augenpupillen zur Deckung gebracht werden. Das Quadrat des Austrittspupillendurchmessers nennt man geometrische Lichtstärke.
Dies ist ein rein rechnerischer Wert und sagt nichts über die tatsächliche Leistung eines Gerätes aus.
Dejustierung: Dejustierung nennt man jede Lageveränderung von Linsen und Prismen durch Stöße und Schläge. Eine de justierte Optik ist nur mehr bedingt oder überhaupt nicht mehr verwendbar.
Dioptrieausgleich: Dioptrieausgleich ist der Ausdruck für die Anpassung des optischen Gerätes an die individuell unterschiedliche Sehleistung der Augen.
Fernglas Gute: Ferngläser sind immer optimale Kombinationen aus Vergrößerung, Objektivdurchmesser, Bildqualität, Größe, Gewicht, Stabilität und Qualität. Derartiges hat seinen Preis. Es ist vernünftig und zweckmäßig, für den jeweiligen Verwendungszweck das optimale Modell zu wählen. Die Qualität eines Fernglases ist nicht sofort erkennbar. Eine erstklassige Optik zeigt sich erst bei schlechten Lichtverhältnissen und langdauernder Beobachtung. Die Robustheit erweist sich erst bei extremer Hitze, Kälte, Nässe und Stößen. Daher bleibt die Fernglaswahl eilte Vertrauenssache zwischen dem Fachhändler und dem Benützer.
Fernrohrvergrößerung: Die Fernrohrvergrößerung gibt an, um wie viel mal größer ein Objekt erscheint, wenn man es durch ein Fernrohr betrachtet. So sieht man z.B. ein Objekt aus 100 m Entfernung durch ein Fernrohr mit zehnfacher Vergrösserung so, als wäre es nur 10 m entfernt.
Fluorit : Zusatz in der Glaszusammenstellung, welche eine bessere Bildqualität ergibt
Fokussierung: Fokussierung nennt man die Scharfeinstellung des optischen Gerätes auf unterschiedlich weit entfernte Ziele.
Geometrische Lichtstärke: Siehe Austrittspupille.
HD-Geräte: Bei den mit HD (High Definition) bezeichneten Geräten wird ein besonders aufwendig zu bearbeitendes Glas im Objektiv verwendet.
Dadurch werden auch die noch geringeren Reste der chromatischen Zonenfehler vermieden und wird das Bild noch farbgetreuer wieder- gegeben.
nnenfokussierung: Durch das Nichtbewegen ärmerer Objektiv- oder Okularteile wird beim Scharfstellen weder Luft noch Staub oder Feuchtigkeit angesaugt.
Justierung: Justierung nennt man die präzise Feinabstimmung zwischen Mechanik and Optik.
Lichtdurchlässigkeit: Siehe Transmission.
Mitteltrieb: Der Mitteltrieb eines Fernglases ermöglicht es, beide Fernglashälften gleichzeitig scharf einzustellen. Unabhängig davon kann bei Ungleichsichtigkeit der Dioptrieausgleich art der rechten Fernglashälfte vorgenommen werden.
Nachtglas: Als Nachtglas bezeichnet man volkstümlich Ferngläser mit möglichst großen Objektiven und relativ hoher Vergrößerung. Diese Bezeichnung sagt jedoch nichts über die Qualität aus.
Objektive: Objektive sind die dem Objekt zugewandten Linsen eines Fernglases.
Sie bilden ein System aus zwei oder mehreren Linsen verschiedener Glassorten (Kran, Flint). Solche Systeme sind notwendig, um Farbsäume im Bild zu vermeiden. Sie werden in der Fachsprache Achromaten genannt.
Okular-Einzelverstellung: Bei der Okulareinzelverstellung werden beide Okulare unabhängig voneinander auf die beste Sehschärfe eingestellt.
P-Belag: Bei allen schlank gebauten, mit einem Dachkantprismensystem ausgestatteten optischen Geräten kann es an der Dachkante zu Interferenzerscheinungen kommen, die die Bildqualität verringern. Um dies auszuschalten, wird an den Dachkantflächen ein phasenkorrigierter Belag aufgedampft, der kurz P-Belag genannt wird.
